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Hungarian Specialities, Special Attractions | Regional Karte | Veranstaltungen
Europa-Preis – Denkmalschutz
Alte Städte – überlieferte Traditionen
Wo die Vergangenheit Gegenwart ist
Sehenswertes entlang der Donau
Stadt der Könige
Auf den Spuren weltberühmter Künstler
Das erste Bistum
Wo das Badeleben seinen Anfang nahm
Barock und Volksbarock
In mediterranen Gefilden
Auf den Straßen feuriger Weine
Geschenke der Natur
 
     

Gemenc (F8) Der schönste Wald liegt im Überflutungsgebiet der Donau, wo sich die beiden Flüsse Donau und Sió treffen. Die Flüsse verzweigen sich hier in mehrere kleine Flussarme, umspülen winzige Inseln und bilden tote Flussarme. Die Landschaft erweckt hier den Anschein eines überfluteten Urwalds. Die baumbewachsenen Abschnitte sind der Lebensraum außergewöhnlicher Pflanzen. Ein echtes Vogelreservat ist hier entstanden. Der Gemencer Wald ist weltweit für seinen Wildschwein- und Rotwildbestand bekannt. Von Bárányfok, dem Ausflugszentrum dieser Landschaft, kann man von Mai bis Oktober mit einer Kleinbahn eine Rundfahrt durch den Wald unternehmen. Der Zutritt in dieses unter Naturschutz stehende Gebiet ist nur auf diese Weise oder von der Sió- Schleuse aus mit dem Boot möglich. In Bárányfok wurde auch ein Lehrpfad angelegt, wo man bei einem Spaziergang die Tier- und Pflanzenwelt und die Traditionen der Gemencer Gegend kennen lernen kann.
Gemenc gehört zum namhaften Nationalpark Duna–Dráva. Die unter Naturschutz stehenden Abschnitte der beiden Flüsse bilden hier zwei lange Schleifen. Der Nationalpark entstand 1996 zum Schutz der Naturschätze und Ressourcen. Die Donau bildet hier den Grenzfluss zwischen Pannonien und dem ungarischen Tiefland, Alföld. Die Dráva ist der Grenzfluss zwischen Ungarn und Kroatien. Es ist ein unberührtes und wunderschönes Gebiet ohnegleichen, in dem geschützte Pflanzen- und Tierarten vorkommen. Bei Fahrradtouren bzw. organisierten Kanutouren kann man den beinahe 200 Kilometer langen Abschnitt des Drávalaufs auf der ungarischen Seite erkunden. Etwas ganz Besonderes ist der Basa-Garten bei Babócsa (C8): Von April bis Mai bilden wilde Stern-Narzissen auf einer 30 Morgen großen Fläche einen geschlossenen weißen Blütenteppich.

Harkány (E9) ist dank seines schwefelhaltigen Wassers ein seit 200 Jahren anerkannter Kurort. Die heilende Wirkung dieses Wassers wurde von Tagelöhnern bei Kanalarbeiten hier unweit der Städte Pécs und Mohács entdeckt: Nach tagelanger Arbeit in dem sumpfigen Gebiet hatten sie bemerkt, dass ihre gichtkranken Gliedmaßen plötzlich nicht mehr schmerzten. 1820 begann die Grafenfamilie, der das Grundstück gehörte, mit dem Ausbau des Heilbades inmitten eines riesigen Parks. Heute werden in Harkány zu Heilzwecken Schlammpackungen, Bäder- und Trinkkuren angewendet.

Villány (F9) An den sonnigen Hängen des Villány-Gebirges wurde bereits zur Römerzeit Wein angebaut. Heute ist das Weinanbaugebiet Villány eines der bekanntesten des Landes. In den 11 Dörfern an der Weinstraße von Villány kann man ausgezeichnete Rot- und Weißweine kosten. Im Ort Villány, wo alle zwei Jahre im Oktober ein Rotweinfestival veranstaltet wird, gibt es auch ein Weinmuseum, das die Weinkultur dieser Gegend veranschaulicht.

Villánykövesd, Palkonya (E9) Südlich von Pécs kommen wir durch diese Kellerdörfer, die einen unvergleichlich schönen Anblick bieten. In Villánykövesd verlaufen die Kellerstraßen am Hang in zwei, teils sogar drei Ebenen. Die kleinen Häuser – welche Keller beherbergen – schmiegen sich eng aneinander. Vor den denkmalgeschützten Gebäuden finden häufig Folkloreprogramme statt. Die unter Denkmalschutz stehende Kellerreihe im nahe gelegenen Palkonya wurde im 19. Jahrhundert errichtet. Ein anderes interessantes Baudenkmal des Dorfes ist eine der schönsten ungarischen Rundkirchen, die Kirche der heiligen Elisabeth mit ihrer roten Kuppel.

Siklós (E9) Die Burg hat die Türkenzeit unversehrt überstanden und wurde auch nicht - wie die anderen ungarischen Festungen aus dem Mittelalter – von den Heerscharen des österreichischen Kaisers zerstört. Die Burg weist Details aller historischen Baustile seit dem 13. Jahrhundert auf. Man findet hier Fenster im romanischen Stil, gotische Kapellen, ein Burgschloss im Barockstil des 18. Jahrhunderts und ein Zugbrückentor im Renaissance-Stil. In der Burg kann man auch ein Kerkermuseum und ein Lapidarium besichtigen. Eine weitere Sehenswürdigkeit des Ortes ist ein Denkmal aus der Türkenzeit, die fünfeckige Moschee des Malkocs Beg, für deren hervorragende Restaurierung die Stadt Siklós 1992 den Europa-Nostra-Preis erhielt.

Villánykövesd, Weinkellerstraße
 
Palkonya
 
Nationalpark Donau–Drau
 
Siklós, Burg
   
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